- Autor: Felix Lee (CEO bei Forgecise)
- Veröffentlicht: 6. August 2026
- Geprüft von: Forgecise Gruppe für additive Metallverarbeitung
- Lesezeit: 8 Minuten (1850 Wörter)
- Lesestufe: Note 8 (Klare, praxisorientierte Anleitung für Ingenieure)
Table of Contents
Was ist SLM-Vorverarbeitung?
Die SLM-Vorverarbeitung umfasst alle digitalen und maschinellen Schritte, die vor dem Lasereinsatz beim 3D-Metalldruck durchgeführt werden. Dazu gehören die Reparatur von CAD-Dateien, das Einstellen von Bauteilwinkeln, das Entwerfen von Stützstrukturen, das Festlegen der Laserenergiewerte und die Überprüfung des Maschinentisches. Eine sorgfältige Vorbereitung verhindert Druckfehler, reduziert Materialverschwendung und verkürzt die Reinigungszeit.
1. Warum die Vorverarbeitung beim Metalldruck wichtig ist
Beim selektiven Laserschmelzen (SLM) ist das Klicken auf „Drucken“ nur ein kleiner Schritt. Hochleistungs-Faserlaser schmelzen feines Metallpulver bei Tausenden von Grad. Dadurch entstehen schnelle Temperaturänderungen und starke innere Spannungen im Bauteil.
Schon kleine Fehler beim Einrichten können zu Verformungen der Teile, Beschädigungen der Beschichtungsklinge oder eingeschlossenem, nicht geschmolzenem Pulver führen. Ein präziser Einrichtungsprozess macht den Metalldruck vorhersehbar, sicher und reproduzierbar.
2. Schritt 1: Digitale CAD-Modelle reparieren
Ihr Setup beginnt mit dem Import von 3D-Dateien (wie STL oder 3MF) in eine Vorbereitungssoftware wie Materialise Magics, Autodesk Netfabb oder 3DXpert.
[ Raw CAD File ] ---> [ Check Facet Size <= 0.2 mm ] ---> [ Auto-Fix Holes/Normals ]
Netzfehler finden und beheben
Die Software wandelt glatte CAD-Kurven in flache Dreiecke um. Beim Export dieser Dateien entstehen häufig Fehler:
- Löcher im Netz: Fehlende Dreiecke, die verhindern, dass das Teil ein massiver Körper ist.
- Nicht-Mannigfaltigkeitskanten: Kanten, die von drei oder mehr Dreiecken gemeinsam genutzt werden, erzeugen unmögliche Formen.
- Invertierte Normalen: Dreiecksflächen zeigen nach innen statt nach außen.
- Überlappende Dreiecke: Zusätzliche, übereinander gestapelte Flächen verwirren die Schneidemaschinen.
Facettenexportregel
Stellen Sie Ihre CAD-Exporttoleranz so ein, dass Dreieckskanten erhalten bleiben unter 0,2 mm. Dadurch bleiben die Kurven glatt, ohne dass die Dateien zu groß für die Verarbeitung werden.
Größenbeschränkungen für den Druck
Messen Sie Ihr Fixmodell immer an den realen Maschinengrenzen:
- Mindestwandstärke: Mauern halten bei oder über 0,3 mm bis 0,5 mm. Dünnere Wände biegen sich unter der Beschichtungsklinge.
- Mindestlochgröße: Löcher und Rohre beibehalten bei oder über 0,4 mm bis 0,6 mm So rieselt loses Pulver leicht heraus.
- Dünne Rippchen: Prüfen Sie, ob lange, dünne Bauteile zusätzliche Dicke oder temporäre Stützen benötigen.
3. Schritt 2: Den richtigen Winkel für das Teil auswählen
Die Positionierung eines Bauteils beeinflusst den Stützmaterialbedarf, die Wärmebiegung, die Oberflächenqualität und die Druckgeschwindigkeit.
(A) FLAT ANGLE (B) TILTED ANGLE (>45°)
+------------------------+ /-----------------/
| Large Flat | / Overhang /
+------------------------+ /-----------------/
========================== ====================
Build Plate Build Plate
(High stress, hard cleanup) (Low stress, clean surface)
Kernorientierungsregeln
- Flache Gesichter: Große, ebene Flächen, Hauptlastlinien und eng anliegende Flächen müssen flach an der Platte anliegen oder senkrecht (90°) ausgerichtet werden. Breite, ebene Flächen dürfen nicht waagerecht in der Luft schweben.
- Der $45^\circ$ Überhanggrenze: Die überhängenden Neigungswinkel sind so lange nach unten gerichtet, bis sie 45° überschreiten. Winkel über 45° werden ohne zusätzliche Stützen auf dem darunterliegenden Pulver aufgebaut, wodurch glattere Oberflächen entstehen.
- Verwenden Sie die Z-Achse: Lange Teile werden entlang der Z-Achse (nach oben) ausgerichtet. Die schwere Bauplatte fixiert das Teil anschließend gegen Zugkräfte durch die Hitze.
- Chargenabstände: Beim gleichzeitigen Drucken vieler Teile sollten diese auf dem Druckbett verteilt werden.. Halten Sie die Teile von den Laserüberlappungszonen fern. wo unruhige Gasströmungen Schmelzbecken zerstören.
- Entfernungsfreigabe: Platz zum Drahterodieren lassen. Kleine Drahtgeschnittene Laschen Unten, damit die Säge die Laschen durchtrennt und nicht das eigentliche Teil.
4. Schritt 3: Konstruktion von Stützen für einfaches Entfernen
Stützen verankern die Teile gegen die Beschichtungsklinge und leiten die Wärme vom Schmelzbad des Metalls nach unten in die Platte ab.
+----------------+-----------------------------------+-----------------------------------+
| Support Type | Heat & Load Performance | Removal Effort |
+----------------+-----------------------------------+-----------------------------------+
| Block | High strength, moves heat fast | Hard (Requires cutting/grinding) |
| Line / Mesh | Medium strength, fair heat flow | Easy (Snaps off with hand tools) |
| Point / Cone | Low strength, small contact spot | Very Easy (Leaves tiny marks) |
+----------------+-----------------------------------+-----------------------------------+
Die drei Stützarten
- Blockunterstützung: Massive Gitterkästen. Sie halten hohen Lasten stand und leiten Wärme schnell ab, müssen aber später mühsam abgeschliffen werden.
- Linien- oder Netzstützen: Offene Gitterwände. Sie bieten nur mäßigen Halt und brechen leicht ab.
- Punkt- oder Kegelstützen: Schmale Stifte, die das Werkstück punktuell berühren. Ideal für Rundungen und kleine Details.
Regeln für die Unterstützungseinrichtung
- Kleine Kontakte: Halten Sie die Kontaktstifte klein, damit sie sauber abbrechen und keine tiefen Spuren hinterlassen. Achten Sie darauf, dass die Unterseite fest auf der Platte sitzt, damit sie sich nicht verzieht.
- Winkelsteuerung: Füge dichtere Stützgitter hinzu, wenn sich die Flächen der Horizontalen ($0^\circ$) annähern.
- Stressbasierte Unterstützungsmaßnahmen: Durch den Einsatz von Spannungsberechnungssoftware lassen sich dichte Stützkonstruktionen nur dort platzieren, wo Zugkräfte hoch sind. Dadurch wird der Stützmaterialverbrauch um bis zu 40 % reduziert.
- Schutz der Kontaktflächen: Die Stützen dürfen nicht über Seriennummern oder glatten Dichtflächen angebracht werden. Lassen Sie immer Platz für die Ausbauwerkzeuge.
5. Schritt 4: Energie und Laserpfade einstellen
SLM-Anlagen nutzen vier Hauptenergieeinstellungen, die Metallpulver in feste Teile umwandeln.
Die Energieformel
Berechnen Sie die gesamte Laserwärme mithilfe der Gleichung für die volumetrische Energiedichte (ED):$$ED = \frac{P}{v \cdot h \cdot t}$$
Wo:
- $P$ = Laserleistung ($\text{Watt}$)
- $v$ = Scangeschwindigkeit ($\text{mm/s}$)
- $h$ = Schraffurabstand / Punktüberlappung ($\text{mm}$)
- $t$ = Schichtdicke ($\text{mm}$)
[ LACK OF FUSION ] [ GOOD RANGE ] [ KEYHOLE / SPATTER ]
< 50 J/mm³ 50 - 120 J/mm³ > 120 J/mm³
(Un-melted gaps) (Dense metal) (Gas pockets, rough spray)
- Zielbereich: Die Energiedichte sollte zwischen 50 und 120 J/mm³ liegen.
- Unter $50\text{ J/mm}^3$: Der Laser hinterlässt ungeschmolzene Pulverreste und schwache Schichtverbindungen.
- Über $120\text{ J/mm}^3$: Der Laser erhitzt das Metall, wodurch Gaslöcher entstehen und grobe Spritzer auf das Metallbett geschleudert werden.
Laserpfad-Taktiken
- 67°-Winkeldrehung: Drehen Sie Laserscanpfade um 67° zwischen jeder Schicht. Dadurch verteilt sich die Wärme gleichmäßig auf alle Seiten, anstatt in eine Richtung zu wirken.
- Schachbrettmuster: Teilen Sie die Schichten in kleine Quadrate (etwa 5 × 5 mm) auf. Scannen Sie die Quadrate zufällig ab, um zu verhindern, dass lange Hitzelinien die Platte verziehen.
- Gliederungen zuletzt: Füllen Sie zuerst die Innenflächen aus und ziehen Sie dann eine saubere Laserlinie entlang der Außenkante, um glatte Wände zu erhalten.
- Dünne Wände: Verwenden Sie kleinere Laserpunkte und eine geringere Leistung, wenn Sie schmale Rippen zeichnen.
- Führen Sie zuerst die Tests durch: Kopieren Sie keine Parameterkarten von anderen Maschinen. Führen Sie Testchargen (DOE) mit Ihrem spezifischen Drucker und Pulvercharge durch.
6. Schritt 5: Vorbereitung der Substratplatte
Die Metallbauplatte dient als Verankerung für den gesamten Druckvorgang. Saubere Platten verhindern, dass sich Teile vom Boden ablösen.
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| 1. Match Alloys --> Ti Part on Ti Substrate Plate |
| 2. Flatten Face --> Mill or Sandblast Plate Surface |
| 3. Degrease Face --> Wipe with Acetone or Pure Alcohol |
| 4. Heat Platform --> Warm IN718 Plates to 80-120°C |
+-----------------------------------------------------------+
- Passende Metalle: Für Titanteile verwendet man Titanplatten, für Stahlteile Stahlplatten.
- Rauheit: Die Plattenoberflächen sandstrahlen oder fräsen, damit die erste Schicht fest haftet.
- Abwischen: Vor dem Beladen Fett, Öl und Staub mit Aceton oder reinem Alkohol entfernen.
- Platten vorheizen: Für schwer schweißbare Legierungen sollten die Schweißplatten erwärmt werden. Beispielsweise sollten Inconel-718-Platten auf 80–120 °C erwärmt werden, um die inneren Zugspannungen zu reduzieren.
- Fest verschrauben: Ziehen Sie die Plattenbolzen mit einem Drehmomentschlüssel fest, damit die Platte auch bei Hitze flach bleibt.
7. Schritt 6: Maschinenprüfung und Gasprüfung
Vor Beginn längerer Builds sollten Sie immer die Hardware des Rechners überprüfen.
Maschinensicherheitsliste
- Überprüfen Sie die Laserleistung mit einem Messgerät, um die tatsächlichen Werte zu ermitteln.
- Reinigen Sie die Fokussierlinsen und Schutzscheiben. Verschmutztes Glas absorbiert Laserlicht, verzerrt den Strahl und kann zum Bruch des Glases führen.
- Überprüfen Sie die Galvo-Scan-Spiegel, um sicherzustellen, dass sie ihre Positionen ohne Drift beibehalten.
- Überprüfen Sie die Gummi- oder Keramik-Beschichtungsklingen auf Kerben oder unebene Kanten.
- Füllen Sie die Druckkammer mit Argongas. Halten Sie den Sauerstoffgehalt unter 0,1 % für Stahl und Nickel und darunter 0,05 % Titan dient dazu, Brandgefahren und Sprödigkeit zu vermeiden.
- Prüfen Sie die Vakuumdichtungen der Türen, die Kühlleitungen und die Rauchfilter.
8. Schritt 7: Pulverbeschichtung vorbereiten und neu beschichten
Unebene Pulverbetten verursachen sofortige Druckfehler.
[ Fill Powder Hopper ] -> [ Check Mix Ratios ] -> [ Spread First Layer ] -> [ Inspect Bed ]
- Pulvermischung: Füllen Sie ausreichend Pulver in den Trichter. Achten Sie darauf, dass die Mischungen aus recyceltem Pulver den Qualitätsrichtlinien Ihres Betriebs entsprechen.
- Erste Inspektionsschicht: Beobachten Sie, wie die Rakel die erste Schicht auf der Platte verteilt. Sollten Streifen oder unbedeckte Stellen sichtbar sein, führen Sie einen erneuten Beschichtungsvorgang durch.
- Reise des Beschichters: Prüfen Sie, ob die Beschichtungsklinge ohne Hängenbleiben oder Springen von einem Ende zum anderen gleitet.
- Testleitungen: Führen Sie vor dem Start der Hauptdatei für den Build-Prozess einen kurzen Einzellinien-Lasertest am Rand der Platte durch, um die Reaktionsfähigkeit des Scanners zu überprüfen.
9. Schritt 8: Durchführung von Wärme- und Spannungssimulationen
Statt zu raten, sollten Sie computergestützte thermische Stresstests mit Tools wie Simufact Additive oder Autodesk Netfabb Simulation durchführen.
[ CAD + Part Angle ] ---> [ FEA Heat/Stress Test ]
|
+---------------------+---------------------+
| |
[ High Stress Warning ] [ Pass Inspection ]
| |
(Adjust Angles & Supports) (Send File to Printer)
- Kurven frühzeitig erkennen: Durch die Kartierung der internen Zugkräfte Schicht für Schicht lässt sich erkennen, wo sich Teile verbiegen oder die Beschichtungsklinge treffen könnten.
- Schwache Stützstellen beheben: Suchen Sie nach schwachen Stützstiften, die beim Drucken abbrechen könnten.
- Wärmebehandlungszuschlag: Prognostizieren Sie, wie sich Teile beim Heißisostatischen Pressen (HIP) verkleinern, und passen Sie die CAD-Abmessungen entsprechend an.
10. Schritt 9: Speichern von Dateien und Arbeitsaufzeichnungen
Speichern Sie Ihre digitalen Arbeitsdateien in einem sauberen, übersichtlichen Paket zur Nachverfolgung im Shop.
Druckpaketdateien
- Korrigierte 3D-Geometriedatei (.STL oder .3MF).
- Unterstützungsmodelldatei.
- Layer-Slice-Datei (.CLI oder .SLI) mit Laserpfadrichtungen.
- Technisches Datenblatt.
- Telleranordnungsplan.
- Qualitätsplan.
Speichern Sie diese Dateien in Ihrem Shop. Fertigungsausführungssystem (MES). Verknüpfen Sie diese mit der Pulverchargennummer, der Maschinen-ID und dem Namen des Bedieners. Erlauben Sie den Bedienern nicht, Laserwerte in der Fertigungshalle ohne schriftliche Genehmigung zu ändern.
11. Schritt 10: Behebung von 5 häufigen Einrichtungsfehlern
Hier finden Sie eine einfache Anleitung zur Fehlerbehebung bei häufigen Einrichtungsfehlern:
| Einrichtungsfehler | Problem verursacht | So beheben Sie das Problem |
|---|---|---|
| Dünnwände unter 0,3 mm | Teile verbiegen oder brechen unter der Beschichtungsklinge. | Überprüfen Sie die CAD-Wände während der Konstruktion; halten Sie die Wände über 0,3–0,5 mm. |
| Zu wenige Überhangstützen | Die Unterseiten fallen ab, krümmen sich und brechen. | Stützen unter Flächen mit einem Winkel von weniger als 45° hinzufügen; mit Simulation überprüfen. |
| Kopierte Laserwerte | Lücken, eingeschlossenes Pulver oder Spritzblasen | Führen Sie DOE-Tests an Ihrer spezifischen Maschine und Pulvercharge durch. |
| Verschmutzte oder kalte Bodenplatte | Die erste Schicht löst sich vom Bett ab. | Sandstrahlen Sie die Platten, wischen Sie sie mit Alkohol ab und heizen Sie sie vor (80–120 °C für IN718). |
| Driftender Sauerstoffsensor | Metall absorbiert Sauerstoff und wird spröde. | Sauerstoffsensoren täglich kalibrieren (<0,05 % für Titan). |
12. Schritt 11: Teile für den 3D-Druck entwerfen (DFAM)
Warten Sie nicht mit der Einrichtung, bis die CAD-Arbeiten abgeschlossen sind. Üben Sie Design für additive Fertigung (DFAM) früh in Ihrer Entwurfsphase.
TRADITIONAL: [ Finish CAD ] -------> [ Struggle in Setup ] -------> [ Build Failure ]
DFAM METHOD: [ Joint Design Review ] -> [ Build-Friendly CAD ] -> [ Clean First Print ]
Einfache DFAM-Taktiken
- Selbsttragende Formen: Runde horizontale Löcher sollten in tropfen- oder rautenförmige Formen umgewandelt werden, damit sie ohne interne Stützstrukturen sauber gedruckt werden können.
- Ablauflöcher: Pulverablauflöcher hinzufügen (2 mm bis 3 mm breit) zu hohlen Formen, damit ungeschmolzenes Pulver herausrieselt.
- Zusätzliches Metall für CNC: Zusätzliches Material hinzufügen (0,5 mm bis 1,5 mm) auf glatten Passflächen, damit CNC-Werkzeuge diese später plan abdrehen können.
- Abgerundete Ecken: Ersetzen Sie scharfe Innenkanten durch abgerundete Abrundungen, um die Wärmeverteilung gleichmäßig zu gestalten.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Mindestwandstärke ist für den SLM-Metall-3D-Druck erforderlich?
Die Wandstärke beim SLM-Verfahren sollte mindestens 0,3 mm bis 0,5 mm betragen. Dünnere Wände neigen dazu, sich unter dem Druck der Pulverbeschichtungsklinge zu verbiegen, zu reißen oder einzustürzen.
Warum müssen die Laserscanrichtungen auf jeder Ebene um 67° gedreht werden?
Durch die Drehung des Laserstrahls um 67° wird die Bildung von thermischen Spannungen in einer Richtung verhindert. Dadurch werden die Ausdehnungskräfte gleichmäßig über das Bauteil verteilt und ein Verziehen verhindert.
Was ist die ideale Energiedichte für den 3D-Metalldruck?
Der ideale Energiedichtebereich für die meisten Metalllegierungen liegt zwischen 50 und 120 J/mm³. Energien unter 50 J/mm³ führen zu Lücken im ungeschmolzenen Pulver, während Energien über 120 J/mm³ eingeschlossene Gaslöcher und Spritzer verursachen.
Was besagt die 45-Grad-Überhangregel im SLM?
Flächen, die in einem Winkel von mehr als 45° zur Bauplatte geneigt sind, können ohne Stützstrukturen sauber gedruckt werden. Flächen mit einem Winkel von weniger als 45° benötigen Stützstrukturen, um zu verhindern, dass das geschmolzene Metall zu losem Pulver verklumpt.
Warum müssen Bauplatten vor dem Drucken vorgeheizt werden?
Durch das Vorheizen der Bauplatte wird der Temperaturunterschied zwischen den Schmelzbädern und dem kalten Plattenboden verringert. Dies reduziert die thermische Zugspannung und verhindert, dass sich die Bauteile von der Basis ablösen.
Checkliste vor dem Druck
Bevor Sie Ihren Metalldrucker starten, gehen Sie diese kurze 5-Punkte-Checkliste durch:
- [ ] Sauberes Netz: STL wurde auf Löcher geprüft, wobei die Facettengrößen unter 0,2 mm gehalten wurden.
- [ ] Winkel- und Stützensatz: Überhänge unterhalb von 45° werden unterstützt; glatte Passflächen werden freigehalten.
- [ ] Berechnete Energie: Energiedichte zwischen 50 und 120 J/mm³ bei 67°-Drehwinkel.
- [ ] Maschine bereit: Optiken abgewischt, Substrat vorgeheizt und Sauerstoff unterhalb der Sicherheitsgrenzen gespült (<0,05 % für Titan).
- [ ] Gespeicherte Dateien: Die thermischen Tests wurden ohne Vorwarnungen bestanden; die Auftragsdateien wurden in Ihrem MES-System gespeichert.
















